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Inaktive Kunden reaktivieren: Win-Back-Kampagnen mit Postwerbung — Der komplette Leitfaden

Ihre inaktive Kundendatenbank ist Ihr größtes ungenutztes Potenzial. Mit einer gestaffelten Win-Back-Briefkampagne reaktivieren Sie 23-28% Ihrer schlafenden Kunden — 5x günstiger als Neukundengewinnung.

10. Februar 202614 Minuten
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Inaktive Kunden reaktivieren: Win-Back-Kampagnen mit Postwerbung — Der komplette Leitfaden
67%
Aller Kunden werden innerhalb von 12 Monaten inaktiv
23-28%
Reaktivierungsrate mit gestaffelter Briefkampagne
5x
Günstiger als Neukundengewinnung
2,4x
Folgebestellungen eines reaktivierten Kunden in 12 Monaten

Die meisten Online-Shops sitzen auf einem Goldschatz und wissen es nicht: ihre inaktive Kundendatenbank. Kunden, die einmal bei Ihnen gekauft haben, kennen Ihre Marke, vertrauen Ihrem Shop und haben bewiesen, dass Ihre Produkte relevant für sie sind. Sie zurückzugewinnen ist 5x günstiger als neue Kunden zu akquirieren — und ein physischer Brief erreicht sie dort, wo E-Mails seit Monaten ignoriert werden.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen die bewährte 3-Stufen Win-Back-Sequenz, mit der Sie 23-28% Ihrer inaktiven Kunden zurückgewinnen — inklusive 5 Strategien für verschiedene Kundensegmente und einer konkreten ROI-Berechnung.

Warum inaktive Kunden Ihr größtes ungenutztes Potenzial sind

Die Zahlen sind ernüchternd: 67% aller E-Commerce-Kunden bestellen nach dem Erstkauf nie wieder. Aber inaktiv bedeutet nicht verloren. Diese Kunden haben bereits einmal JA gesagt — zu Ihrem Produkt, Ihrem Shop, Ihrem Service. Das unterscheidet sie fundamental von Kaltkontakten, die Sie erst überzeugen müssen.

Inaktive Kunden lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

  • Eingeschlafen (60-90 Tage ohne Kauf): Noch erreichbar, oft reicht ein kleiner Anstoß
  • Gefährdet (90-180 Tage ohne Kauf): Deutliche Abwanderungsgefahr, brauchen stärkeren Anreiz
  • Abgewandert (180+ Tage ohne Kauf): Maximaler Anreiz nötig oder bewusste Archivierung

Das Problem bei digitalen Reaktivierungsversuchen: 85% aller Reaktivierungs-E-Mails landen im Spam oder im Promotions-Tab. Ihre sorgfältig formulierte "Wir vermissen Sie"-E-Mail wird nie geöffnet. Ein physischer Brief dagegen durchbricht diese digitale Mauer — er liegt auf dem Schreibtisch, wird angefasst, gelesen.

Reaktivierungskanal im Vergleich

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KanalÖffnungsrateResponse-RateKosten/KontaktROI-Potenzial
E-Mail
12%
0,5-1%
0,01€
Niedrig
SMS
45%
1-2%
0,08€
Mittel
Postwerbung
90%+
5-12%
0,95€
Hoch
Alternative mobile view:
Kanal:E-Mail
Öffnungsrate:12%
Response-Rate:0,5-1%
Kosten/Kontakt:0,01€
ROI-Potenzial:Niedrig
Kanal:SMS
Öffnungsrate:45%
Response-Rate:1-2%
Kosten/Kontakt:0,08€
ROI-Potenzial:Mittel
Kanal:Postwerbung
Öffnungsrate:90%+
Response-Rate:5-12%
Kosten/Kontakt:0,95€
ROI-Potenzial:Hoch

Ein inaktiver Kunde hat bereits einmal JA gesagt. Sie müssen ihn nicht überzeugen — nur erinnern. Und ein physischer Brief ist die wirksamste Erinnerung, weil er nicht im digitalen Rauschen untergeht.

Warum sich Postwerbung gerade bei der Reaktivierung besonders lohnt, erfahren Sie im Detail in unserem Vergleich: Werbebrief vs. E-Mail-Marketing.

Die 3 Phasen der Kundeninaktivität richtig erkennen

Bevor Sie einen einzigen Brief versenden, müssen Sie verstehen: Nicht jeder inaktive Kunde befindet sich in derselben Phase — und nicht jeder verdient denselben Aufwand. Die richtige Diagnose bestimmt die richtige Therapie.

30-60 Tage

Frühwarnung: Der Bestellrhythmus verlangsamt sich. In dieser Phase reichen E-Mails und Erinnerungen meist noch aus. Ein Brief wäre verfrüht und unverhältnismäßig — beobachten Sie die Entwicklung.

60-90 Tage

Eingeschlafen: Kein Kauf trotz E-Mails. Jetzt ist der Moment für den ersten Reaktivierungsbrief. Der Kunde ignoriert digitale Kanäle — ein physischer Brief durchbricht die Barriere.

90-180 Tage

Gefährdet: Deutliche Abwanderungsgefahr. Der zweite Brief mit stärkerem Anreiz ist nötig. Ohne Intervention wird dieser Kunde mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder bestellen.

180+ Tage

Abgewandert: Letzter Versuch mit maximalem Anreiz. Wenn auch dieser Brief keine Reaktion erzeugt, sollten Sie den Kunden bewusst archivieren — weiteres Porto wäre Verschwendung.

AutoLetters Targeting-Kriterien helfen Ihnen bei der Diagnose: Die Bestellhäufigkeit zeigt den normalen Kaufrhythmus eines Kunden, der LTV bewertet, ob sich eine Reaktivierung wirtschaftlich lohnt, und der Bestellwert hilft bei der Priorisierung.

Nicht jeder inaktive Kunde ist es wert, reaktiviert zu werden. Prüfen Sie den LTV: Lohnt sich ein 0,95€-Brief für einen Kunden mit 15€ Lifetime Value? Konzentrieren Sie Ihr Budget auf Kunden, deren Reaktivierung sich tatsächlich rechnet.

Wie Sie Ihre Zielgruppen mit AutoLetters Kriterien präzise segmentieren, erfahren Sie in unserem Targeting-Guide für Postwerbung.

Die 3-Stufen Win-Back-Sequenz — bewährt und profitabel

Das Herzstück jeder erfolgreichen Reaktivierungskampagne ist die gestaffelte Sequenz: Nicht ein einzelner Brief, sondern drei aufeinander aufbauende Kontaktpunkte mit steigendem Anreiz. Wer auf den ersten Brief nicht reagiert, bekommt einen stärkeren zweiten — und wer auch darauf nicht reagiert, einen dritten mit maximalem Angebot.

Die 3-Stufen Win-Back-Sequenz

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StufeTimingKernbotschaftAnreizErwartete Reaktivierung
Stufe 1
Ab 60 Tagen Inaktivität
Wir haben etwas für Sie
10% Gutschein
8-12%
Stufe 2
Ab 90 Tagen Inaktivität
Persönliches Angebot
15% Gutschein + kostenloser Versand
5-8%
Stufe 3
Ab 120 Tagen Inaktivität
Letzte Chance
20-25% Gutschein + Produktneuheiten
3-5%
Alternative mobile view:
Stufe:Stufe 1
Timing:Ab 60 Tagen Inaktivität
Kernbotschaft:Wir haben etwas für Sie
Anreiz:10% Gutschein
Erwartete Reaktivierung:8-12%
Stufe:Stufe 2
Timing:Ab 90 Tagen Inaktivität
Kernbotschaft:Persönliches Angebot
Anreiz:15% Gutschein + kostenloser Versand
Erwartete Reaktivierung:5-8%
Stufe:Stufe 3
Timing:Ab 120 Tagen Inaktivität
Kernbotschaft:Letzte Chance
Anreiz:20-25% Gutschein + Produktneuheiten
Erwartete Reaktivierung:3-5%

Das Gesamtergebnis über alle drei Stufen: 23-28% kumulative Reaktivierungsrate bei einer Profitabilität von 87%. Das bedeutet: Von 100 inaktiven Kunden gewinnen Sie 23-28 zurück — und fast jede Reaktivierung ist profitabel.

Ein reaktivierter Kunde bestellt durchschnittlich 2,4x in den folgenden 12 Monaten. Die Kosten des Briefs amortisieren sich bereits mit der ersten Folgebestellung — alles danach ist reiner Gewinn.

Formulierung entscheidet

"Wir haben festgestellt, dass Sie seit 3 Monaten nichts gekauft haben" wirkt kontrollierend und unangenehm. Besser: "Wir haben neue Produkte, die perfekt zu Ihren bisherigen Einkäufen passen — und ein exklusives Angebot für Sie." Der Unterschied: Wertschätzung statt Vorwurf, Relevanz statt Kontrolle.

5 Win-Back-Strategien für unterschiedliche Kundensegmente

Nicht jeder inaktive Kunde braucht denselben Brief. Der Einmalkäufer mit 25€ Warenkorbwert braucht eine andere Ansprache als der ehemalige Top-Kunde mit 2.000€ Jahresumsatz. Hier sind fünf bewährte Strategien für verschiedene Inaktivitätstypen.

Strategie 1 — Der Produktbasierte Win-Back

Für: Kunden, die spezifische Verbrauchsprodukte gekauft haben

AutoLetter-Kriterien: Artikel/SKU + Bestellhäufigkeit

Wenn ein Kunde normalerweise alle 4 Wochen Kaffeebohnen bestellt und seit 8 Wochen nichts mehr gekauft hat, ist das ein klares Signal. Der Brief bezieht sich direkt auf das Produkt: "Ihre Lieblings-Kaffeebohnen warten auf Sie — plus 3 neue Sorten, die unsere Stammkunden lieben."

Dieser Ansatz funktioniert besonders gut, weil der Bedarf objektiv existiert. Der Kunde braucht das Produkt — er hat nur vergessen nachzubestellen, oder er hat woanders gekauft. In beiden Fällen bringt ein gezielter Brief mit relevantem Anreiz ihn zurück.

Strategie 2 — Der Wertbasierte Win-Back

Für: High-LTV-Kunden, die plötzlich inaktiv werden

AutoLetter-Kriterien: LTV + Bestellwert + Bestellhäufigkeit

Ihre wertvollsten Kunden verdienen den höchsten Aufwand. Ein Kunde mit 2.000€ Jahresumsatz, der plötzlich aufhört zu bestellen, ist ein Alarmzeichen — und eine Investition in seine Reaktivierung ist fast immer profitabel.

Wertbasierte Win-Back-Differenzierung

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LTV-SegmentAnspracheAnreizErwartete Reaktivierung
Top 10% LTV
VIP-Anschreiben, exklusive Vorschau
Kein Rabatt nötig — Exklusivität reicht
12-18%
Top 10-30% LTV
Persönlich + Gutschein
15% Rabatt
8-12%
Top 30-60% LTV
Standard + Anreiz
10% Rabatt
5-8%
Unter 40% LTV
Basis-Brief oder archivieren
Nur bei profitablem Warenkorbwert
2-4%
Alternative mobile view:
LTV-Segment:Top 10% LTV
Ansprache:VIP-Anschreiben, exklusive Vorschau
Anreiz:Kein Rabatt nötig — Exklusivität reicht
Erwartete Reaktivierung:12-18%
LTV-Segment:Top 10-30% LTV
Ansprache:Persönlich + Gutschein
Anreiz:15% Rabatt
Erwartete Reaktivierung:8-12%
LTV-Segment:Top 30-60% LTV
Ansprache:Standard + Anreiz
Anreiz:10% Rabatt
Erwartete Reaktivierung:5-8%
LTV-Segment:Unter 40% LTV
Ansprache:Basis-Brief oder archivieren
Anreiz:Nur bei profitablem Warenkorbwert
Erwartete Reaktivierung:2-4%

Der Schlüssel: Ihre Top-10%-Kunden brauchen keinen Rabatt — für sie ist Exklusivität der stärkere Anreiz. Ein "Als VIP-Kunde erhalten Sie exklusiven Zugang zu unserer neuen Kollektion — 2 Wochen vor allen anderen" wirkt stärker als jeder Prozent-Gutschein.

Strategie 3 — Der Saisonale Win-Back

Für: Kunden mit saisonalem Kaufverhalten

AutoLetter-Kriterien: Artikel + Standort + Kaufverhalten

Manche Kunden kaufen nicht das ganze Jahr über — sie kaufen saisonal. Der Kunde, der letzten Oktober Winterreifen bestellt hat, ist im März kein "inaktiver Kunde" — er ist ein saisonaler Käufer, der im September wieder einen Brief verdient.

Der Trick: Sprechen Sie diese Kunden 4-6 Wochen vor der erwarteten Saison proaktiv an. "Die Winterreifen-Saison steht bevor — als Stammkunde erhalten Sie 10% Frühbucher-Rabatt auf Ihr letztes Modell oder das Nachfolgemodell." So erreichen Sie den Kunden, bevor er bei der Konkurrenz kauft.

Strategie 4 — Der Post-Retoure Win-Back

Für: Kunden, deren letzte Bestellung eine Retoure war

Eine Retoure ist oft der stille Vorbote der Abwanderung. Der Kunde ist enttäuscht — das Produkt hat nicht gepasst, die Qualität entsprach nicht den Erwartungen, oder die Lieferung war zu spät. Wenn Sie nicht reagieren, bestellt dieser Kunde nie wieder.

Der Brief nach einer Retoure braucht eine andere Tonalität: Verständnis statt Verkaufsdruck. "Wir bedauern, dass Ihre letzte Bestellung nicht Ihren Erwartungen entsprochen hat. Deshalb haben wir 3 Alternativen für Sie ausgewählt, die besser zu Ihrem Profil passen — plus einen 15%-Gutschein als Entschuldigung."

Tipp: Retourendaten nutzen

Nutzen Sie die Retourendaten aus Ihrem Shop-System. Ein Kunde, der retourniert hat, braucht einen anderen Brief als einer, der einfach aufgehört hat zu bestellen. Die Retoure verrät Ihnen den Grund der Inaktivität — und damit den Ansatz für die Reaktivierung.

Strategie 5 — Der Multichannel Win-Back

Für: Händler mit mehreren Vertriebskanälen (Shopify + Amazon + eBay)

Hier liegt die größte Falle: Ein Kunde erscheint in Ihrem Shopify-Dashboard als "inaktiv" — aber er kauft seit 3 Monaten fleißig über Ihren Amazon-Kanal. Ihm einen Reaktivierungsbrief zu schicken, wäre nicht nur verschwendetes Porto, sondern auch verwirrend für den Kunden.

Wenn Sie über mehrere Kanäle verkaufen, brauchen Sie ein kanalübergreifendes Inaktivitäts-Tracking. Nur so vermeiden Sie falsche Signale und versenden Reaktivierungsbriefe nur an Kunden, die tatsächlich bei Ihnen aufgehört haben zu kaufen — auf allen Kanälen.

Wie Sie kanalübergreifendes Tracking mit Billbee und AutoLetter umsetzen, erfahren Sie in unserem Billbee-Multichannel-Guide.

Schritt-für-Schritt: Ihre erste Win-Back-Kampagne in AutoLetter

Starten Sie mit Stufe 1 und 100-200 Briefen. Erst wenn die Ergebnisse stimmen, skalieren Sie auf alle drei Stufen. So vermeiden Sie Budget-Verschwendung bei der ersten Kampagne und lernen mit jedem Schritt dazu.

Die perfekte Briefvorlage für Win-Back-Kampagnen

Ein effektiver Reaktivierungsbrief folgt einer klaren Struktur. Jedes Element hat eine Funktion — und die Reihenfolge ist entscheidend:

  1. Persönliche Anrede mit Namen — "Liebe Frau Müller" statt "Sehr geehrter Kunde"
  2. Wertschätzung aussprechen — "Als geschätzte Kundin von [Shop-Name]..."
  3. Relevanz herstellen — Bezug auf letzte Bestellung oder Produktkategorie
  4. Neuigkeiten teilen — Was hat sich seit dem letzten Kauf getan? Neue Produkte, neue Features
  5. Konkreter Anreiz — Gutscheincode mit klarem Ablaufdatum (Urgency!)
  6. Einfache Response ermöglichen — QR-Code direkt zum Shop, kurze URL

8-Punkte Win-Back-Brief-Checkliste:

  • Persönliche Anrede (kein "Sehr geehrter Kunde")
  • Wertschätzung statt Vorwurf ("Wir haben etwas Neues für Sie" statt "Sie haben lange nicht bestellt")
  • Konkreter Anreiz mit Ablaufdatum (21-30 Tage)
  • Individueller Gutscheincode (für Tracking!)
  • QR-Code für einfache Einlösung
  • Bezug auf frühere Käufe oder Produktkategorie
  • Maximal eine A4-Seite (Fokus, nicht Überladung)
  • DSGVO-Hinweis und Opt-Out-Möglichkeit

Mehr zur Erstellung wirkungsvoller Werbebriefe finden Sie in unserer Anleitung: Werbebriefe schreiben, die verkaufen.

Häufige Win-Back-Fehler vermeiden

Auch die beste Strategie scheitert, wenn Sie typische Fehler machen. Diese sieben Stolperfallen sehen wir bei Einsteigern regelmäßig:

7 Win-Back-Fehler, die Sie vermeiden müssen:

  • Zu früh reaktivieren: 30 Tage ohne Kauf ist bei den meisten Produkten ein normaler Kaufzyklus — nicht panisch werden
  • Zu spät reagieren: Nach 12+ Monaten ist die emotionale Verbindung zum Shop meist unwiederbringlich verblasst
  • Gleicher Brief für alle inaktiven Kunden: Ein High-LTV-Stammkunde braucht einen anderen Brief als ein Einmalkäufer mit 25€ Warenkorb
  • Nur Rabatt als Anreiz: Manchmal reicht Relevanz — neue Produkte, die zum Kaufprofil passen, können stärker wirken als 10% Rabatt
  • Keine Staffelung: Ein einziger Brief statt einer 3-Stufen-Sequenz = verschenktes Potenzial bei 60-70% der reaktivierbaren Kunden
  • Kein Tracking: Ohne individuelle Gutscheincodes können Sie den ROI nicht messen und nicht lernen, was funktioniert
  • Reaktivierte Kunden nicht weiter betreuen: Nach dem Win-Back muss der Kunde sofort in eine Loyalitätskampagne überführt werden — sonst wird er in 3 Monaten wieder inaktiv

Alle rechtlichen Rahmenbedingungen für Ihre Reaktivierungsbriefe finden Sie in unserem DSGVO-Leitfaden für Werbebriefe.

ROI einer Win-Back-Kampagne berechnen

Lassen Sie uns die Zahlen sprechen. Praxisbeispiel: Ein Online-Shop mit 500 inaktiven Kunden (60+ Tage ohne Kauf), einem durchschnittlichen Warenkorbwert von 85€ und einer typischen Folgebestellungsrate von 2,4x in 12 Monaten.

ROI-Berechnung: 3-Stufen Win-Back-Kampagne

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KampagnenstufeKostenReaktivierungenUmsatz (12 Monate)ROI
Stufe 1 (500 Briefe)
475€
40-60 Kunden
8.160-12.240€
1.618-2.477%
Stufe 2 (440-460 Briefe)
418-437€
22-37 Kunden
4.488-7.548€
974-1.627%
Stufe 3 (403-438 Briefe)
383-416€
12-22 Kunden
2.448-4.488€
539-979%
Gesamt (3 Stufen)
1.276-1.328€
74-119 Kunden
15.096-24.276€
1.083-1.729%
Alternative mobile view:
Kampagnenstufe:Stufe 1 (500 Briefe)
Kosten:475€
Reaktivierungen:40-60 Kunden
Umsatz (12 Monate):8.160-12.240€
ROI:1.618-2.477%
Kampagnenstufe:Stufe 2 (440-460 Briefe)
Kosten:418-437€
Reaktivierungen:22-37 Kunden
Umsatz (12 Monate):4.488-7.548€
ROI:974-1.627%
Kampagnenstufe:Stufe 3 (403-438 Briefe)
Kosten:383-416€
Reaktivierungen:12-22 Kunden
Umsatz (12 Monate):2.448-4.488€
ROI:539-979%
Kampagnenstufe:Gesamt (3 Stufen)
Kosten:1.276-1.328€
Reaktivierungen:74-119 Kunden
Umsatz (12 Monate):15.096-24.276€
ROI:1.083-1.729%

Die Rechnung: Jeder reaktivierte Kunde generiert im Schnitt 85€ × 2,4 Folgebestellungen = 204€ Umsatz in 12 Monaten. Bei Gesamtkosten von 1.276-1.328€ für alle drei Stufen und 74-119 reaktivierten Kunden ergibt sich ein ROI von über 1.000%.

Selbst wenn Sie nur Stufe 1 durchführen: 475€ Investition für 40-60 reaktivierte Kunden, die in den folgenden 12 Monaten 8.160-12.240€ Umsatz generieren. Das ist ein ROI, den kaum ein anderer Marketingkanal erreicht.

Eine detaillierte Anleitung zur ROI-Berechnung Ihrer Kampagnen finden Sie in unserem ROI-Guide für Direktmarketing.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen zu Win-Back-Kampagnen mit Postwerbung

Das hängt von Ihrer Branche und dem typischen Kaufzyklus ab. Bei Verbrauchsgütern (Lebensmittel, Kosmetik, Tierbedarf) gilt ein Kunde ab 60 Tagen ohne Kauf als eingeschlafen. Bei langlebigen Produkten (Möbel, Elektronik, Mode) liegt die Schwelle eher bei 90-120 Tagen. Analysieren Sie den durchschnittlichen Bestellrhythmus Ihrer Stammkunden — wenn ein Kunde doppelt so lang wie üblich nicht bestellt hat, ist Handeln angezeigt.

Drei Stufen mit steigendem Anreiz haben sich als optimal erwiesen: Stufe 1 (10% Gutschein) fängt die leicht reaktivierbaren Kunden ein, Stufe 2 (15% + kostenloser Versand) erreicht die Zögerlichen, und Stufe 3 (20-25%) ist der letzte Versuch. Mehr als 3 Stufen bringen keinen messbaren Mehrerfolg — nach dem dritten Brief sollten Sie den Kunden bewusst archivieren.

Staffeln Sie den Rabatt über die drei Stufen: Stufe 1 beginnt mit 10%, Stufe 2 steigert auf 15% plus kostenlosem Versand, Stufe 3 bietet 20-25%. Wichtig: Für High-LTV-Kunden brauchen Sie oft keinen Rabatt — Exklusivität und persönliche Ansprache wirken stärker als Prozente. Jeder Gutschein sollte ein Ablaufdatum von 21-30 Tagen haben, um Urgency zu erzeugen.

Ja, bei bestehender Geschäftsbeziehung können Sie sich auf das berechtigte Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO berufen. Das gilt für Bestandskunden, denen Sie ähnliche Produkte wie ihre bisherigen Käufe anbieten. Jeder Brief muss eine Widerspruchsmöglichkeit (Opt-Out) enthalten, und Sie müssen Robinson-Listen beachten. AutoLetter integriert beides automatisch.

Die Kombination ist optimal. Starten Sie mit E-Mails für die Frühwarnphase (30-60 Tage). Wenn E-Mails keine Reaktion erzeugen, setzen Sie auf den physischen Brief ab 60 Tagen Inaktivität. Der Brief erreicht Kunden, die E-Mails längst ignorieren — 90%+ Öffnungsrate vs. 12% bei E-Mails. Für die wirklich wertvollen Kunden, die auf E-Mails nicht reagieren, ist der Brief das überlegene Medium.

Drei Messgrößen sind entscheidend: 1) Reaktivierungsrate (wie viele inaktive Kunden bestellen wieder), 2) ROI (Kampagnenkosten vs. generierter Umsatz) und 3) Folgebestellungen (bestellt der reaktivierte Kunde erneut). Verwenden Sie individuelle Gutscheincodes pro Brief für exakte Zuordnung und QR-Codes mit UTM-Parametern für das Tracking in Google Analytics.

Haben Sie weitere Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Kontakt aufnehmen

Fazit: Ihre inaktive Kundendatenbank ist Ihr größtes Asset

Inaktive Kunden sind kein verlorenes Potenzial — sie sind eine der profitabelsten Zielgruppen im Direktmarketing. Sie kennen Ihre Marke, sie haben Ihnen bereits vertraut, und die Daten für eine gezielte Ansprache liegen in Ihrem Shop-System bereit.

Die 3-Stufen Win-Back-Sequenz mit steigenden Anreizen, kombiniert mit der richtigen Segmentierung nach Kundenwert und Inaktivitätsphase, verwandelt schlafende Kundendatenbanken in aktive Umsatzquellen. Bei einem ROI von über 1.000% und einer kumulativen Reaktivierungsrate von 23-28% ist Win-Back per Postwerbung eine der effizientesten Kampagnenarten überhaupt.

Starten Sie mit 100-200 Briefen an Ihr 60-Tage-Segment, messen Sie die Ergebnisse, und skalieren Sie, was funktioniert. Ihre inaktiven Kunden warten auf ein Zeichen von Ihnen — geben Sie es ihnen. Wie Sie mit verschiedenen Kampagnentypen Ihre Kundenansprache weiter optimieren, erfahren Sie in unserem Shopify-Kampagnen-Guide.

Jetzt inaktive Kunden zurückgewinnen

Starten Sie Ihre erste Win-Back-Kampagne mit AutoLetter — mit präzisem Targeting, gestaffelten Briefsequenzen und transparenten All-Inclusive-Preisen ab 0,95€ pro Brief.

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Die genannten Reaktivierungsraten basieren auf Durchschnittswerten gestaffelter Briefkampagnen im E-Commerce. Individuelle Ergebnisse können je nach Branche, Produktkategorie und Kundensegment variieren. AutoLetter-Preise Stand 2026. DSGVO-Empfehlungen sind allgemeiner Natur — konsultieren Sie für rechtssichere Implementierung einen Datenschutzbeauftragten.

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